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Heißausbildung

Brandhaus, Übungscontainer und Lehrgang an der Landesfeuerwehrschule
In den vergangenen Wochen lag der Übungsschwerpunkt eindeutig auf dem richtigen Vorgehen im Innenangriff. Einsätze und Brandversuche zeigten, Brände entwickeln sich heute anders als vor Jahrzehnten. Durch Verwendung von neu entwickelten Baustoffen, Bauweisen die versuchen, ein Gebäude Luftdicht zu machen und den Einzug von Kunst- und Schaumstoffen in der Wohnungseinrichtung, kommt es bei Bränden heute immer häufiger zu Klimm- und Schwelbränden.  Beim Betreten der Räume zündet es dann schlagartig durch, den Einsatzkräften im Innenangriff schlägt eine Feuerwalze entgegen, der gesamte Raum steht in Flammen. Um die Einsatzkräfte auf solche Situationen vorzubereiten wurden von der Feuerwehr Dunningen verschiedene Brandübungsanlagen besucht.

In der Brandübungsanlage in Immendingen, Lkr. Tuttlingen war es möglich in einem Brandhaus unter realen Einsatzbedingungen einen Tag lang die Brandbekämpfung  und das Vorgehen ohne Sicht zu trainieren. Hierzu standen zwei Gebäude zum Üben zur Verfügung. Ein mehrgeschossiges Gebäude konnte mit einer Kunstnebelanlage verraucht werden. Unter realen Bedingungen mussten Zimmer nach dem versteckten Dummy abgesucht werden. Zudem konnte an diesem Gebäude das Vorgehen über tragbare Leitern geübt werden
Das andere Gebäude war als Brandhaus ausgelegt. In den Räumen konnten echte Feuer entfacht werden. Hier konnten verschiedene Techniken zum Öffnen von brandbeaufschlagten Türen und zur Strahlrohführung getestet werden. Ziel war es hier, die Einsatzkräfte an die Temperatur zu gewöhnen, die bei einem Wohnungsbrand entstehen. Die enorme Hitzeentwicklung machte das Vorgehen zur Brandbekämpfung äußerst anstrengend.
Zu Testzwecken konnten die Einsatzkräfte auf zwei Wärmebildkameras zurück greifen. Die im Innenangriff eingesetzten Atemschutztrupps konnten selber erfahren, wie hilfreich diese Kameras sind, wenn es darum geht, sich in verrauchten Gebäuden zu orientieren, Personen aufzufinden oder die Brandherde zu entdecken.

Eine weitere Möglichkeit der Heißausbildung bot sich beim Besuch des Brandcontainers der EnbW, der im Rahmen einer Feierlichkeit zu Gast bei der Feuerwehr in Aichhalden war. Hier konnten Gasbrände bekämpft werden. Die Schwierigkeit lag darin, vom Treppenabgang einen Brand nach unten zu bekämpfen. Gelöschte Brandherd flammten immer wieder auf und versuchten den Rückweg für die Einsatzkräfte abzubrechen. Höhepunkt war hier die Zündung des von allen Einsatzkräften gefürchteten „Flash-Overs“. In  Sekundenbruchteilen musste reagiert werden, damit sich die Atemschutztrupps selber vor der Flammenwand schützen konnten. Das Arbeiten der einzelnen Trupps wurde von vier Kameras aufgezeichnet und von Ausbildern analysiert.
Zusätzlich waren zwei Feuerwehrmitglieder der an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal um dort den Lehrgang „Angriffstruppführer-Fortbildung im Brandhaus“ zu besuchen. Auch hier lag das Hauptaugenmerk auf dem Vorgehen im Innenangriff.

 

 

Letzter Einsatz

Am Montag, den 06.02.17 gegen 22:20 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Rottweil die Sonderschleife der Einsatzabteilung Dunningen zu einer zeitdringlichen Türöffnung im Ortsteil Seedorf.

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